Aktuell gesperrt
| Strecke / Stelle | Was & warum | Bis wann |
|---|---|---|
| L 21 Meiningenbrücke Bresewitz – Zingst | Einzige Straßenanbindung der Halbinsel Zingst. Die Behelfs-Klappbrücke wird im Sommerfahrplan viermal täglich geöffnet (9.45, 11.55, 17.45 und 20.00 Uhr), die L 21 ist dabei jeweils bis zu 30 Minuten gesperrt. Angaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr M-V, Stand der Mitteilung 09.01.2025. | viermal täglich |
| Straßen Speck – Zartwitzer Kreuz – Boek sowie Abzweige Pagelsee und Schillersdorf (Müritz-Nationalpark) | Die Verbindungen zwischen Boek, Speck, Zartwitz und Pagelsee sind für den öffentlichen Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Seit 2002 gilt eine Berechtigtenregelung, seit September 2014 setzen drei Schrankenanlagen in Speck, Amalienhof und am Pagelsee sie durch; öffnen können nur Anlieger mit Transponder sowie Rettungskräfte. | dauerhaft |
| L 261 Klappbrücke Loitz (Peene) | Von 1. April bis 31. Oktober öffnet die Klappbrücke viermal täglich um 7.20, 11.00, 15.30 und 18.40 Uhr für jeweils rund zehn Minuten; die L 261 ist mit dem jeweiligen Brückenzug für den Straßenverkehr gesperrt. Mitteilung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr M-V, Stand 30.03.2025. | April–Oktober, viermal täglich |
Stand: 30.07.2026 · Tagesaktuelle Lage vor der Tour über den Verkehrswarndienst prüfen.
Flachland mit Tücken: Streckenzustand und Gefahrenstellen in Mecklenburg
Mecklenburg ist Flachland, und das prägt das Fahren grundlegend. Wer aus den Mittelgebirgen oder den Alpen kommt, sucht hier vergeblich nach Serpentinen und Höhenmetern. Die höchste Erhebung der Region, die Helpter Berge bei Woldegk im Osten, erreicht nur rund 179 Meter. Gefahren wird stattdessen auf langen, weiten Landstraßen zwischen Seen, Wäldern und Feldern. Gerade diese entspannt wirkenden Strecken haben ihre eigenen Tücken.

Die mit Abstand wichtigste Eigenheit sind die Alleen. Mecklenburg-Vorpommern ist neben Brandenburg das alleenreichste Bundesland Deutschlands mit rund 4.500 Kilometern baumbestandener Straßen. Landschaftlich sind sie das Beste an der Region, fahrtechnisch der härteste Teil: kein Auslauf neben der Fahrbahn, ein weiches, oft abgesacktes Bankett und bei tiefstehender Sonne ein Flimmern aus Licht und Schatten, in dem Ausbrüche und Flickstellen verschwinden.
Hinzu kommen die langen Geraden. Sie verleiten zu Tempo, doch genau dort tauchen unvermittelt langsame Landmaschinen oder querendes Wild auf. In der Erntezeit von Hochsommer bis Herbst hinterlassen Mähdrescher und überbreite Geräte oft Erdklumpen oder Stroh auf der Fahrbahn — eine lose Auflage, die in der Kurve gefährlich wird. Wild ist in den wald- und feldreichen Gebieten ein realer Faktor, besonders in der Dämmerung und am frühen Morgen. Reh, Wildschwein und in den Nationalpark-Randzonen auch Damwild können plötzlich auf der Fahrbahn stehen; in waldnahen Abschnitten das Tempo anpassen und mit Gegenverkehr rechnen, der einem Tier ausweicht. Wo ein Tier quert, folgen meist weitere.
Verkehrsrechtlich hat Mecklenburg keine Besonderheiten: innerorts 50, außerorts 100, 0,5 ‰, für Fahranfänger und unter 21 Jahren 0,0. Wichtiger für die Tagesplanung sind zwei Dinge, die in keiner Vorschrift stehen: Auf den dünn besiedelten Strecken zwischen den Orten reißt der Handyempfang ab, und Tankstellen sind in den kleinen Orten der Seenplatte rar und schließen abends früh. Getankt wird deshalb in Waren, Röbel, Plau oder Neustrelitz und nicht erst, wenn die Reservelampe kommt.