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Mecklenburg

Natur in Mecklenburg

Wald, Wasser und Tierwelt — was sich gerade verändert und wo man es sieht.

Sehenswert

Natur-Stopps zwischen Seenplatte und Ostseeküste

Abseits der Hauptachsen führen die Straßen durch eines der seenreichsten und am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands. Die Natur ist hier nicht Beiwerk der Strecke, sondern das, wofür man die Strecke fährt.

Müritz-Nationalpark

Der Müritz-Nationalpark ist das größte zusammenhängende Schutzgebiet Mecklenburg-Vorpommerns. Er besteht aus zwei getrennten Teilen — einem großen Bereich östlich der Müritz und einem kleineren bei Serrahn, der zum UNESCO-Welterbe der alten Buchenwälder gehört. Im Park brüten heute rund 15 Paare des Seeadlers, dessen Spannweite bis zu 2,50 Meter reicht; über den offenen Wasserflächen ist er mit etwas Geduld regelmäßig zu sehen. Durch den Kernbereich führen keine Durchgangsstraßen, gefahren wird außen herum, gewandert oder geradelt wird hinein. Ein guter Zustieg ist Federow mit seiner Info-Stelle.

Kranichzug

Im Herbst wird der Nationalpark zur Bühne des Kranichzugs: Zwischen Anfang September und Mitte Oktober rasten Tausende Kraniche in der Region, an Spitzentagen wurden im Park bis zu rund 7.700 Tiere gezählt. Ein bekannter Schlafplatz ist der Rederangsee bei Federow. Wer im September oder Oktober unterwegs ist, sollte die Abendstunden einplanen — das Einfallen der Kraniche, die in langen Ketten trompetend zu ihren Schlafplätzen ziehen, ist ein Naturschauspiel mit ausgewiesenen Beobachtungsplattformen.

Mecklenburgische Seenplatte

Die Mecklenburgische Seenplatte gilt als das größte zusammenhängende Seengebiet Mitteleuropas; im Volksmund ist von „tausend Seen" die Rede. Rund um Mirow und Wesenberg liegt die Kleinseenplatte, ein Geflecht aus kleinen, durch Wälder getrennten Gewässern und schmalen Alleen — auf dem Motorrad ein Genuss abseits des Durchgangsverkehrs. In Mirow lohnt das Schloss auf der Schlossinsel als kurzer Stopp.

Naturpark Mecklenburgische Schweiz und weitere Schutzgebiete

Der Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See erstreckt sich zwischen Dargun, Demmin, Teterow, Malchin und Waren. Hier mäandert die Peene, ein langsam fließender Wiesenfluss, durch eines der größten Niedermoorgebiete Deutschlands, in dem Biber und Seeadler leben — wegen ihrer ursprünglichen Aue „Amazonas des Nordens" genannt. Weiter westlich liegt mit der Nossentiner/Schwinzer Heide ein weiterer großer Naturpark mit Kiefernwäldern, Heideflächen und kleinen Seen — wie die Feldberger Seenlandschaft ein Revier für ruhige Nebenstrecken.

Pausenplätze

Pausenplätze gibt es an fast jedem See: Badestellen, Hafenpromenaden und Anleger, dazu in den kleinen Orten Fischlokale mit geräuchertem Fang aus dem eigenen Gewässer. Auf den langen Alleenabschnitten dazwischen liegen oft kilometerweit weder Ort noch Einkehr – die Pausen gehören in die Planung.

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