Das Petermännchen von Schwerin
Der berühmteste Schlossgeist der Region ist das Petermännchen im Schloss Schwerin. Der Sage nach haust in den Kellergewölben und auf den Dachböden ein kleiner, zwergenhafter Hausgeist — gutmütig gegenüber den Ehrlichen, streng gegenüber Dieben. Erschöpfte Wachsoldaten, die im Dienst eingeschlafen waren, soll er geweckt haben, um sie vor Strafe zu bewahren; Diebe dagegen plagte er mit nächtlichem Spuk. Sogar der Feldherr Wallenstein sei dem Geist nicht gewachsen gewesen: Als er Schwerin zur Residenz machen wollte, habe ihn das Petermännchen der Überlieferung nach so behelligt, dass er sich lieber in Güstrow niederließ.
